Große Resonanz auf das 1. Magdeburger Herzforum

23.05.2014 -  

Knapp 200 Gäste nahmen am 1. Magdeburger Herzforum teil, das am 14. Mai im Herrenkrug stattfand. Veranstaltet wurde das Symposium von der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums unter der Leitung des neuen Professors Dr. Ingo Kutschka. Das Publikum konnte sich an diesem Abend einen Einblick über den Stand der medizinischen Versorgung von herzkranken Patienten in Sachsen-Anhalt verschaffen. Spezialisten der Bereiche Herzchirurgie und Kardiologie diskutierten getreu dem Motto der Veranstaltung „h(e)art aber fair“ die Vor- und Nachteile chirurgischer und kardiologischer Therapieansätze für schwere Herzerkrankungen.

Ein Fazit der Veranstaltung war, dass die beiden Fachdisziplinen Herzchirurgie und Kardiologie bei vielen Herzerkrankungen gemeinsam eine Entscheidung für den Patienten treffen sollten. So eignet sich z.B. nicht für jeden Patienten das gleiche Verfahren bei einer Erkrankung der Mitralklappe oder der Aortenklappe. Während manche Patienten von katheterbasierten Techniken profitieren können, ist für andere Patienten die Operation die richtige Wahl. Die Experten waren sich einig, dass moderne minimalinvasive Operationstechniken („Schlüssellochtechnik“), viele Vorteile bieten und deshalb, wenn möglich, zum Einsatz kommen sollten.

Haus 5b-Herzchirurgie-EingangFür Patienten mit schwer eingeschränkter Herzfunktion bleibt als letzte Hoffnung oft nur die Therapie mit einem Herzunterstützungssystem, einem sog. Kunstherz. Hier wurde in dem Symposium gezeigt, dass die Kunstherztherapie enorme Fortschritte macht und schon heute für viele Patienten eine realistische Alternative zur Herztransplantation darstellt. Neu war für viele Zuhörer, dass die Kunstherztherapie jetzt an der Universitätsklinik angeboten wird und dadurch den Patienten im Norden Sachsen Anhalts vieles erleichtert wird.

Klar wurde in dieser Veranstaltung auch, dass es in Magdeburg einen enormen Nachholbedarf in der Versorgung herzkranker Patienten mit modernen Therapieverfahren gibt. Dementsprechend wurde von den Klinikdirektoren nachdrücklich daran appelliert, die Infrastruktur der Herzmedizin auf dem Universitätscampus zu erneuern und hier die Kapazitäten auszubauen. Zu viele Herzpatienten werden heute noch unnötigerweise in anderen Bundesländern behandelt, was für die Patienten einen enormen Aufwand bedeutet und darüber hinaus für das Land äußerst unwirtschaftlich ist.

Das Ende der Veranstaltung krönte ein reichhaltiges Grillbuffet mit musikalischer Untermalung. Die Herzchirurgie der Uniklinik Magdeburg nimmt das rege Interesse an dieser Veranstaltung zum Anlass, im nächsten Jahr zum 2. Magdeburger Herzforum einzuladen. Der genaue Termin wird (zeitnah) auf der Webseite der Klinik bekannt gegeben. Hier finden Interessierte in Kürze auch Bilder und Videozusammenfassungen des Programms (http://www.kchh.ovgu.de).

Letzte Änderung: 11.12.2017 - Ansprechpartner:

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