Schockraum-CT auf Schienen für die Notaufnahme

Bild zur Meldung 07.06.2017 -  

In der Notfallmedizin sind Minuten oft entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung schwerverletzter Patienten. Für eine zuverlässige und schnelle Diagnose verfügt die Zentrale Notaufnahme des Universitätsklinikums jetzt über ein neues Schockraum-Computertomographiegerät (CT). Aus diesem Anlass trafen sich am 1. Juni die Verantwortlichen und zukünftigen Nutzer gemeinsam mit dem Ärztlichen Direktor Dr. Jan L. Hülsemann.

Das Schockraum-CT wurde speziell für den Einsatz in einer Notaufnahme oder einem OP konstruiert und arbeitet nach dem „Sliding Gantry“-Prinzip. Dabei liegt der Patient auf einem speziellen Untersuchungstisch, auf dem er auch operiert werden kann, und das CT-Gerät fährt bei Bedarf auf Schienen in Sekunden über den ganzen Körper und fertigt Bilder an.

Der Vorteil ist, dass ein schwerstverletzter Patient nach dem Eintreffen in der Notaufnahme nicht mehr umgelagert und bewegt werden muss und angeschlossene lebenserhaltende Systeme wie zum Beispiel Beatmungsgeräte für die Untersuchung nicht mehr verschoben werden müssen. Das 6 Meter lange Schienensystem ermöglicht es außerdem, das Gerät auf Knopfdruck nach Öffnen einer Trennwand in den Nebenraum zu fahren, um dort sofort einen anderen Patienten zu untersuchen. Dadurch steht die CT-Funktionalität mit einem Gerät in zwei Schockräumen zur Verfügung. Diagnostik und Therapie der schwerstverletzten Patienten erfolgen durch ein interdisziplinäres Trauma-Team, das für den Umgang mit dem Gerät speziell geschult wurde und aus dem Personal der Notaufnahme, Unfallchirurgen, Neuroradiologen, Radiologen und der Anästhesie sowie bei Bedarf weiteren Fachdisziplinen besteht.

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Zum Auftakt des Routinebetriebes: Ärztlicher Direktor Dr. Jan L. Hülsemann, Neuroradiologe Prof. Dr. Martin Skalej, Unfallchirurg Prof. Dr. Felix Walcher und der Leiter der Zentralen Notaufnahme, Dr. Markus Rettig (v.l.)

Letzte Änderung: 11.12.2017 - Ansprechpartner:

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