Aktuelle Trends in der Wundversorgung

08.01.2018 -  



Functio Laesa und Inflammatio - Das Wundforum der Universitätsmedizin Magdeburg zeigt     neue Behandlungsmethoden akuter und chronischer Wunden

Läsionen des Körpers, auch bekannt als Wunden, führen durch Verletzungen oder Störungen zu Beschwerden und funktionellen Einschränkungen. Die Rede ist dann von der Functio Laesa (lateinisch). So beispielsweise die Fistula oder Fistel, was übersetzt Pfeife oder Röhre heißt: Sie bahnt sich ihren Weg, verbindet Organe und stört deren eigentliche Funktion. Plötzlich macht der Körper Dinge, die er eigentlich nicht tun soll. Der Betroffene leidet darunter. Zudem bilden sich durch Wunden häufig Entzündungen, lateinisch „Inflammatio“. Bereiche des Körpers stehen dann buchstäblich in Flammen.

Ursachen für Wunden gibt es zahlreiche: Chemikalien, Strahlen, Wärme, Kälte, Unfälle oder Krankheiten. Damit sich die Wundexperten aus dem Ärzte- und Pflegeteam der Universitätsmedizin Magdeburg über die professionelle Wunderkennung und -behandlung austauschen können, hat sich das jährlich stattfindende Wundforum als Event bewährt. So trafen sie sich am 13. Dezember 2017 im Zentralen Hörsaal der Klinik. Auch Hausärzte und ambulante Pflegedienste aus der Region waren herzlich eingeladen.

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Foto: Melitta Dybiona

Das Spektrum der Themen war breit gefächert. Oberarzt Dr. Hardy Krause referierte über Wunden im Kindesalter wie beispielsweise den Hundebiss. Dermatologin Dr. Mareike Alter klärte über Komplikationen bei Akne Inversa auf und PD Oberarzt Dr. Stefan Piatek stellte sein Themenbereich der Traumatischen Wunden vor.

Auch die Wunden von Krebspatientinnen und -patienten müssen speziell behandelt werden. Dazu gab der Wundexperte Holger Schoppe Auskunft. Nicht zuletzt können auch nosokomiale Infektionen und multiresistente Keime schwere Folgen für den Betroffenen haben. Prof. Gernot Geginat, Leiter der Krankenhaushygiene der Universitätsmedizin, zeigte entscheidende Maßnahmen damit sich Keime nicht ausbreiten können.

Darüber hinaus erläuterte Wundmanagerin Regine Kaiser die Besonderheiten in der Fistelversorgung und Chirurgin Dr. Claudia Schadow redete über das sogenannte Debridement, bei welchem abgestorbenes Gewebe effektiv von der Wunde entfernt wird.

Pflegedirektor Rick Pieger ist überzeugt vom jährlichen Event: „Mit Beiträgen aus der Allgemeinchirurgie, Hygiene, Traumatologie und der Dermatologie informieren Referenten aus den verschiedenen klinischen Fachrichtungen über Themen des modernen Wundmanagements. Dies ist ein großer Zugewinn für die Fort- und Weiterbildung der Ärzte und Pflegekräfte unserer Klinik.“

Rick Pieger
Foto: Melitta Dybiona

Zur Tradition der Veranstaltung gehört außerdem der Besuch ganz besonderer Gäste: Die jungen Bewohner des Kinderdorfhauses Meininger unterstützen seit vielen Jahren das Forum. Zum Auftakt führten sie ein vorweihnachtliches Programm mit einem selbst einstudierten Theaterstück auf. Als Dankeschön erhielten Sie Geschenke vom Weihnachtsmann und eine kleine Geldspende, die im Laufe der Veranstaltung gesammelt worden war.

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Foto: Melitta Dybiona

Text: Carolin Hörnig

Letzte Änderung: 16.01.2018 - Ansprechpartner:

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