Abschieds- und Antrittsvorlesung der Ordinarien für Pathologie

29.11.2016 -  

Die Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg lädt am Dienstag, 13. Dezember 2016, zu einer gemeinsamen Abschieds- und Antrittsvorlesung des ehemaligen und des neuen Direktors des Instituts für Pathologie des Universitätsklinikums Magdeburg ein.

Prof. Dr. med. Albert Roessner leitete das Institut seit 1993 bis zu seiner Emeritierung zum 30. September dieses Jahres. Er hat für seinen Vortrag das Thema „Cellularpathologie im 21. Jahrhundert“ gewählt. Der neuberufene Institutsdirektor Prof. Dr. med. Dr. sc. nat. Johannes Haybäck widmet sich anschließend dem Thema „Pathologie: die Zukunft ist schon da!“.

Die Veranstaltung beginnt um 15.00 Uhr im Theoretischen Hörsaal (Haus 28) auf dem Campus des Universitätsklinikums, Leipziger Str. 44. Die Veranstaltung ist öffentlich. Interessenten und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

Prof. Dr. med. Albert Roessner:
Jahrgang 1949, wechselt nun nach 23 Jahren am Universitätsklinikum Magdeburg in den Ruhestand. Doch nicht nur die Tätigkeit seit 1993 als Institutsleiter prägten seine Dienstjahre, sondern auch die Wahrnehmung verantwortungsvoller Wahlfunktionen. So war er ab 1997 stellvertretender Ärztlicher Direktor des Uniklinikums, ein Jahr später wurde er Prodekan bis zu seiner Wahl zum Dekan im Jahr 2000. Die zweimalige Wiederwahl bestätigt, dass Prof. Roessner in Wahrnehmung dieser verantwortungsvollen Funktion als Dekan wesentliche Prozesse des Strukturumbaus, der wissenschaftlichen Profilierung und der Leistungsorientierung an der Fakultät bzw. in der Hochschulmedizin des Landes Sachsen-Anhalt aktiv gesteuert und mitgestaltet hat.
Magdeburg war die letzte Station im Berufsleben des Pathologen. Geboren in Stade studierte er Humanmedizin in Marburg und Münster, wo er 1973 promovierte. Anschließend arbeitete er im Bereich Medizinische Zytobiologie der Universität Münster. 1976 nahm er eine Tätigkeit am Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie in Münster auf. Nach seiner Habilitation wurde Roessner am selben Institut zunächst auf eine Hochschuldozentur und 1987 auf eine C3-Professur berufen. 1993 nahm er den Ruf an die Otto-von-Guericke-Universität an. In seinen Forschungsarbeiten beschäftigte sich der Wissenschaftler vor allem mit speziellen onkologischen Fragestellungen in der Chirurgie, mit Untersuchungen von Tumoren des Knochen- und Weichgewebes, insbesondere im Kindesalter, sowie mit entzündlichen Erkrankungen in der gastroenterologischen Pathologie.
In den Jahren 1996 bis 2004 war er bei der DFG als Fachgutachter tätig. Von 1997 bis 2001 war er Präsident der Deutschen Abteilung der Internationalen Akademie für Pathologie (IAP), der mehr als 1500 Pathologen angehören.

Prof. Dr. med. univ. Dr. sc. nat. Johannes Haybäck:
Jahrgang 1977, arbeitete bis zu seiner Berufung an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg als Koordinator für Krebsforschung, Lehre, Aus- und Fortbildung des Krebszentrums, Comprehensive Cancer Center (CCC) in Graz und leitete die Abteilung für Neuropathologie am Institut für Pathologie der Medizinischen Universität Graz.
Der gebürtige Österreicher spezialisierte sich während und nach Beendigung seines Medizinstudiums an der Universität Innsbruck auf die Experimentelle Pathologie. Die Promotion zum Dr. med. univ. erlangte er 2001. Danach folgte die Ausbildung zum Pathologen und in der Folge auch zum Neuropathologen. Der Facharzt sowohl für Pathologie als auch für Neuropathologie absolvierte 2005/2006 einen postgradualen Universitätslehrgang für Führungskräfte im Gesundheitswesen mit Erlangung des Titels Academic Health Care Manager (A.H.C.M.). Neben langjähriger Tätigkeit am Universitätsspital Zürich studierte Prof. Haybäck Molekularbiologie. 2010 promovierte er auf dem Gebiet der Naturwissenschaften an der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich. Im Jahr 2011 habilitierte sich Prof. Haybäck im Fach Pathologie am Institut für Pathologie der Medizinischen Universität Graz.
In der Forschung widmet sich Prof. Haybäck schwerpunktmäßig Untersuchungen der molekularen und zellulären Signaltranstruktionswege, die beispielsweise zum hepatozellulären Karzinom führen. Über die Ergebnisse berichtete das Forschungsteam um den Grazer Wissenschaftler in den vergangenen Jahren bereits mehrfach in renommierten internationalen Fachzeitschriften.

 

Haybäck, Rössner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Änderung: 11.12.2017 - Ansprechpartner:

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